Nachschlag gefällig? – IG Metall-Kampf geht weiter: Leiharbeit macht kaputt

20. Februar 2012

Bei der IG Metall scheint man sich systematisch für die anstehenden Tarifverhandlungen Zeitarbeit mit den Verbänden vorzubereiten. Während am Wochenende einige großen Tageszeitungen eine Beilage enthielten, wird heute auf der Homepage der IG Metall die Thematik weiter verschärft.

Psychische Störungen, schwierige Lebensplanung, Druck von Entleihfirmen
Mit diesen Überschriften kämpfen die Gewerkschaften gezielt und strategeisch kiurz vor den Tarifgesprächen in der Zeitarbeit mit dem Titel: “Leiharbeit macht kaputt“.
Unter Hinzunahme einiger zweifelhafter Statistiken und Aussagen einzelner Betroffener versucht die IG Metall darzustellen, dass Zeitarbeitnehmer häufiger krank sind, sich öfters verletzen und psychische und physische Störungen vorweisen und leitet daraus ab, dass nun endlich Schluss sein muss mit den Niedriglöhnen, der Perspektivlosigkeit und der Ungerechtigkeit dieser Beschäftigten.
Der Kampf gegen die Zeitarbeit seitens der IG Metall hat längst begonnen und wird die Tarifverhandlungen bzw. das Klima der selben massiv verschlechtern. – Es stellen sich daruas viele Fragen:

Was wird mit dieser Hetzkampagne – gerade im Vorfeld der beginnenden Tarifverhandlungen – bewirkt?
Bereitet man sich schon auf Erklärungen für ein Scheitern vor?
Will man lediglich alibimäßig dem Auftrag der befragten Leiharbeitnehmer (vgl. unseren Bericht dazu) nachkommen?
Sollen die Fronten gleich vorab geklärt werden?

Bei allem Verständnis für gewerkschaftliche Forderungen und Einstellungen – vertrauensfördernd für eine, wenn auch “kritische Sozialpartnerschaft”, sind solche Äußerungen garantiert nicht!

Verbände sind aufgerufen statt Schmusekurs den Kampf zu beginnen
Die Verunglimpfungen der Zeitarbeitsbranche, die zweifelsohne und auch mit Fakten unzweifelhaft belegbar der Arbeitsmarktförderung sowie durch Flexibiliät dem Wirtschaftswachstum dient, kann nicht mehr hingenommen werden und ist auch keine Frage einvernehmlicher Tarifverhandlungen.
Jetzt ist es Zeit, dass die Zeitarbeitsverbände für Ihre vielen tausend Mitglieder Stärke zeigen und dagegen halten. Und dies muss in der Öffentlichkeit geschehen, genau dort, wo das Image der Zeitarbeit von den Gewerkschaften noch mehr kaputt zu machen versucht wird.  -  Arbeitskampf ist angesagt und die Zeitarbeitsunternehmen sowie deren Verbände müssen schnellstmöglich mit laufenden öffentlichen Kampagnen der IG Metall entgegentreten; denn klar ist, diese Gewerkschaftskampagnen sind nicht die letzten, sondern die ersten der vorbereiteten Maßnahmen.

Redaktion / IG-Metall   

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